Sphäre

Katzenspuren

 

Photo: „Hauspatschen der Woche“, ND

 

Musik: Enjoy the silence.

 

Miss Marple hat ihren ersten Buchstaben getippt (während ich das schreibe, wachse ich von 172 cm auf 227 cm und platze schier vor Stolz). Hooray - ich habe es ja gewusst! Es geschah gestern früh um 7.31 Uhr: Nichtsahnend brüte ich über einem Synonym, als plötzlich „etwas“ aus dem Off kopfüber diagonal über die Tastatur hinweg fegt. Und zwar in Sekundenschnelle, als auch lautlos, wie ein Segelflieger. Während ich analysiere, was mir das getigerte Flugwesen mitteilen möchte - braucht es Aufmerksamkeit? – entdecke ich einen Buchstaben, der dort, wo er steht nicht hingehört..... halt nein, da ist sogar noch ein zweiter!  Na sowas. Ich ahne: Das kann nur „ihr“ Werk sein. Damit will „sie“ mich wohl an ihren eigenen Blog erinnern, der demnächst starten wird - mit dem ehrenwerten Ziel, der Menschheit Freude zu bringen (sowie eine „wird-noch-nicht-verraten-Überraschung“!). Richtig gelesen. Miss Marple gibt sich nicht, wie angekündigt, damit zufrieden, sich der Welt in einem „Blog im Blog“ mitzuteilen, nein, es muss gleich eine eigene Website sein. Natürlich!! Selbstredend. Wie konnte ich nur?! Sie gibt sich unauffällig, wie eine Hauskatze im Streifenlook eben, aber: genau jene sollen ja die Lustigsten und Frechsten überhaupt sein.

So. Und nächstes Jahr um diese Zeit erzähle ich die Geschichte vom singenden Spiegelei (wie immer nach einer wahren Begebenheit)...

 

FROHE OSTERN und -

 

Alles Gute von Wolke 7!

In eigener Sache

Katharina

 

Photo: aus dem Modeartikel „Pink Poetry“, produziert für das Magazin NEW MOM, Frühjahr 2017. Make Up & Haare: Manu Davies

(drybar-bydavies.at).

Gesamtkomposition: ND

 

Musik: Elvis Presley

 

Falls sich irgendwer fragen sollte, zu welcher Dame die wunderbar tanzenden Beine aus dem Video zu „Fadesse Oblige“ gehören...hier ist sie: Vorhang auf für – tatarataaaaaa -KATHARINA!!!

Übrigens: Wer in welcher Form auch immer (künstlerisch) mit Menschen arbeitet, sollte sich möglichst in diese hineinversetzen können. Schon wenige Schauspielstunden können diese Eigenschaft unterstützen: Sie stärken die Fähigkeit zu Selbstreflexion und Empathie. Und ja, ich selbst kam seinerzeit ebenfalls in den Genuss von „ein bissi“ Schauspielunterricht, und zwar in Stuttgart, als auch – unvergesslich - in Paris (nach der Methode von Konstantin Stanislawski) - eine unbezahlbare Erfahrung auf allen Ebenen! Hätten wir das auch besprochen...

 

Was wollte ich noch sagen.....aaaah ja: Hier zwei aktuelle Ausstellungs-Tipps in Wien:

„Carl Spitzweg – Erwin Wurm. Köstlich! Köstlich?“ im Leopoldmuseum.

„Trude & Elvis. Wien – Memphis – Hollywood“, im Palais Eskeles.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Inspiration

Schöner Watscheln

 

Photo: „Rehearsal“, ND

 

Musik: Tschaikowski - Schwanensee

 

Im Geiste bewege ich mich gerade im sagenhaften Reich des majestätisch watschelnden Schwans. Was wohl daran liegt, dass ich unlängst einen Glitziwitzi-Bijou in eben dieser Form quasi geschenkt bekommen habe. Der angenehme Nebeneffekt ist, dass es mich jetzt ans Wasser zieht. Am liebsten würde ich mich auf der Stelle an einen mythischen See beamen lassen und zwar ....hmmm... ich würde sagen... an den wunderbar charismatischen Wolfgangsee, ins Kult-Hotel „Im Weißen Rössl“, das übrigens auch Haustiere willkommen heißt. Ist mir gerade eingefallen, warum auch immer. Eine intensivere Recherche zeigt...VOLLTREFFER! Urlaubs-Lesemäuse und solche, die es noch werden wollen, können etwa das Wellness-Package „BUCHGEFLÜSTER“, inklusive drei Übernachtungen, wahlweise im Kaiserzimmer mit Seebalkon, wohltuender Relaxmassage, sowie Überraschungs-Buch (was auch immer das bedeuten mag) wählen. Es kommt noch besser: Das „Weiße Rössl“ zählt zu den BIBLIOTELS dieser Welt, auch  „Hotels mit Literaturschwerpunkt“ genannt (bibliotels.com), die eine Menge kreativer Ideen für bibliophile Genussmenschen versprechen, und ebenso ein Eldorado für Buchstabenjongleure und Wortakrobaten aus Leidenschaft, darstellen. Denn: Man schreibt, wie man liest! Dank einer umfangreichen Bibliothek mit aktuellen Bestsellern und Klassikern, bequemen Lesemöbeln, Leselampen, gut sortierter Tagespresse undsoweiter, kann man in völlig entspannter Atmosphäre und RUHE (!) in andere Welten eintauchen und sich auf allen Ebenen inspirieren lassen.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Kreativität

Gestern, Heute und Morgen

 

Photo: „Blubb Blubb“, ND

 

Musik: Jools Holland feat. Louise Marshall – Father Time

 

Der kunstsinnige Herr Papa hat Humor und ist an Originalität kaum zu überbieten. Ich schließe die Augen und erinnere mich an eine Kindheit „abseits des Mainstreams“, die geprägt war von einer Elternliebe bis ans Ende des Universums, welche weder Zeit noch Mühen gescheut hat, wenn auch auf eine ganz spezielle Art und Weise. Da wurde etwa eigens für die Dreikäsehoch-Freundinnen und mich die „SSB“ ins Leben gerufen, die sogenannte „SchatzSucherBande“ - samt Verkleidung, selbstgebastelten Fahnen und eigens kreiertem „Schlachtruf“. Regelmäßig wurden wir in den Van verfrachtet und auf die Burg Staufeneck chauffiert, wo wir voll Begeisterung nach Prinzessinnen-Schmuck aus bunt glitzerndem Plastik und anderen Schätzen suchen durften, welche der Herr Papa zuvor heimlich in den Winkeln des alten Gemäuers versteckt hatte.

Ich erinnere mich ebenso an mein erstes kindliches Angelerlebnis in Dubrovnik, mit einer Angelschnur in Granny Smith-Grün, die um ein Stück Kork gewickelt war samt handgeknetetem Brotkrumen-Köder (welcher Fisch soll da wohl anbeißen?). Weit und breit natürlich nicht die Spur eines Meeresbewohners. Nach gefühlten Stunden des endlosen Wartens (mich deucht, das „Warten auf irgendetwas“ zieht sich wie ein Yves Klein-Blauer Faden durch mein ganzes Leben) ging ich mir die Hände waschen, kam zurück und – tadaaaaaa – plötzlich hing da etwas an meiner Angel! Ich war derart beglückt, dass ich nicht einmal merkte, dass der Fang aus einem toten Fisch bestand (im Ernst!) – der Herr Papa, der das Drama nicht mehr mitansehen wollte, hatte doch tatsächlich in meiner Abwesenheit einem Angelprofi einen Fisch abgekauft ... Apropos Fisch... Als Freundin unkonventioneller Behältnisse lege ich mir jetzt den perfekten Begleiter für die morgendliche Sportstunde zu: Eine der schräg-eleganten, handgearbeiteten Fisch-Taschen aus Stoff von fishyourBAG (fishyourbag.at). Stellt sich nur noch die Frage, welches Modell ich wählen werde: „Peter Petrol“ oder doch lieber „Sylvester Alone“? Die Kunstwerke der besonderen Art sind übrigens im Rahmen der Gruppenausstellung „SCHUPPEN VOR DEN AUGEN“ von 6. April bis 31. April 2017 im ZEBRA Zentrum für Klassische und Moderne Fotografie in Wien zu sehen. Vernissage ist am 5. April 2017.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Mythologie

The Muh-Muhs oder: Hut auf!

 

Photo: „Entscheidung“, VP

Kunstwerk von Verena Prandstätter

 

Musik: Shankar Tucker feat. Vidya Vox & Vandana Iyer – Nee Nenaindal;

Rosalia De Souza – Carolina Carol Bela

 

Wenn meine rosa be-hüteten Wiener Nichten zum Spiel auffordern, befinden wir uns mental meist auf einer romantischen Apfelplantage mitten in „Ponyville“ – so nennt sich die derzeit angesagte Stadt von MY LITTLE PONY. Knallbunte Magnetbuchstaben sollen die wundersamen Äpfel darstellen, während wir - Flurry Heart, Twilight und Pinkie Pie – wilden Freestyle zu Disko Partizani tanzen und ich mich von Kopf bis Fuß mit Elsa und Anna – Stickern zupflastern lassen muss. In Kombination mit dem taupefarbenen Cowboyhut aus den USA à la „J.R. Ewing“ und dem Bolotie (so nennt man die Cowboy-Krawatte) samt Glücksdollarmünze, sowie dem lila Lippenstift ohne die ich momentan kaum noch das Haus verlasse, bekommt mein Aussehen dadurch eine märchenhaft verruchte Note, muss ich gestehen. Im wahrsten Wortsinn.

Schwer romantische Frühlingsgefühle verspricht auch die verträumte Pfaueninsel in Berlin (mmmmhhhhh), samt „Lustschlösschen“ und echten, lebenden Pfauen, wo man hautnah miterleben und geniessen kann, wie sich die Natur wieder putzt und schmückt. Apropos Pfau Schrägstrich Tiere Schrägstrich Klimawandel: Am 25. März 2017 machen sich Millionen von Menschen auf der ganzen Welt für den Klimaschutz stark und schalten um 20.30 Uhr für eine Stunde das Licht aus. Tausende Städte schalten in der einmaligen Earth Hour die Beleuchtung ihrer berühmten Wahrzeichen ab, um ein weltweites Zeichen zu setzen (Info: wwf.de). Ungefähr in dieser Zeit, genauer gesagt von 20. bis 22. März 2017, findet in Berlin das brandneue internationale Literaturfestival Versfest statt, das eine Menge spannender Literaturveranstaltungen, Buchpremieren, Lesungen und Workshops verspricht. Übrigens: Soeben ist eine Familiensaga über die Guerlains (richtig, ich meine die Familie mit den weltberühmten Parfums) im Verlag Flammarion erschienen. Interessant, dass das Haus bereits für den Hof Napoléons Eau de Toilettes und Cremes herstellte und dass jeder Duft von einer Anekdote, einem Roman oder einer Frau inspiriert ist. „Mitsouko“ etwa ist eine Hommage an die Heldin aus „La Bataille“ von Claude Farrère. „Vol de Nuit“ erinnert an den „Kleinen Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry, einem Freund des Hauses und ist der Frau des Fliegers Consuelo gewidmet. „Chamade“ wurde nach dem Roman von Francoise Sagan benannt und – very special – für La Bardot kreiert. Und wenn wir schon von Heldinnen sprechen, möchte ich Ihnen noch eine ganz besondere Ausstellung in Wien ans Herz legen: FRAUENWELTEN von Verena Prandstätter und Ernst Zdrahal.  Von 4. April 2017 (Vernissage) bis 27. April 2017 (Finissage mit Wein, Lesung und Flamenco) werden in der Galerie Alpha (Details: alphafrauen.org) in Wien 1 parallel zwei Bilderserien gezeigt. Mit dem Zyklus „Reisestationen einer Heldin“ präsentiert Verena Prandstätter Werke, die auf eine individuelle Art und Weise an vergessenes Ur-Wissen, welches von Generation zu Generation weitergegeben wurde, erinnern. Impulsgebend hierfür war die Arbeit der Mythenforscherin Andrea Hofman. Ernst Zdrahal zeigt Bilder von Frauen der Kunst- und Kulturgeschichte, wie etwa die legendäre Künstlerin Frida Kahlo, die in seinen Arbeiten zur Kunsthistorikerin mutiert und dem Publikum ihr Werk erklärt.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Tendenz

Wa(h)re Schätze

 

Photo: „Blumenkraft“

 

HERZLICHEN DANK AN KATHARINA Z. !!!

 

Musik: Felix Mendelssohn Bartholdy – A Midsummer Night’s Dream, Overture Op. 21; OMD – Maid Of Orleans; Whitney Houston – One Moment In Time

 

Finalement – der Morgensport hat mich wieder und jetzt habe ich so viel Energie, dass ich heute ausnahmsweise eine kleine Nachtschicht einlege, um nur so fröhlich mit Worten um mich zu werfen! Habe mir extra eine pinke Windjacke (oder so ähnlich) zugelegt - eigentlich ist das ja eine Jacke für die Berge, habe ich mir sagen lassen... bei diesem Wechselbad der Temperaturen weiß man ja nie. Das Wort PINK befindet sich übrigens auch im Titel des aktuellen Albums von Devendra Banhart: Ape In Pink Marble. Er gibt am 5. April 2017 ein Konzert in Berlin. Huiiiii, bitte vorspulen – da fällt mir ein.... bis zum 12. März 2017 wird im Kennedy-Museum eben dort eine vielversprechende Foto-Austellung gezeigt. „Inquiring Camera Girl“ zeigt Virtuosinnen der Fotografie, mit Arbeiten von Diane Arbus, Margaret Bourke-White, Nan Goldin, Dorothea Lange, Lee Miller, Ellen von Unwerth, sowie anderen Künstlerinnen. Und wer schon mal dort ist, kann gleich einen Abstecher in die Akademie der Künste machen und eine der hochkarätigen Veranstaltungen besuchen. Apropos Akademie der Künste: Heuer wird dort zum ersten Mal der deutsche Literaturpreis für Nature Writing (bitte selbst googeln) vergeben! Der Duft der 70er-Flower-Power weht bis zum ersten März übrigens auch in Paris. Und zwar in Form einer Sonderausstellung der schönsten Stücke aus den 1970er Jahren der französischen Luxus-Marke für die Haute Joallerie Van Cleef & Arpels am Place Vendôme, dessen Emblem des Hauses „Alhambra“ mit der Glücksbringer-Blume 1968 kreiert wurde. Zu bewundern sind unter anderem Spezialanfertigungen berühmter Damen von Welt, wie etwa Elizabeth Taylor, Prinzessin Salimah Aga Khan, Maria Callas, Prinzessin Grace von Monaco oder Barbara Hutton. Mon Dieu, so viele Schätze auf einmal! Dennoch: Die kostbarsten Juwelen der Welt kann man nicht kaufen, habe ich mir heute wieder einmal gedacht, als ich mit meiner Kindergartenzeit-Und-Darüber-Hinaus-Freundin telefoniert habe. Danke für die Inspiration, geliebte I. !

Ich wünsche wunderbare Träume!

 

Alles Gute von Wolke 7!

In eigener Sache

So ein Glück!

 

Photo: aus der Serie „FLOW“ , derzeit in der aktuellen Ausgabe des Magazins NEW MOM „Working Mom“, als auch Werbeplakat am Rochusmarkt Wien, für die Firma modeburg.at in der inspirierenden, schöngeistigen Rasumofskygasse. Gesamtkonzeption: ND

Musik: Joseph Haydn – Symphony No 45 in F-Sharp Minor;

John Lennon – Instant Karma!

 

Ich mag runde Sachen als auch Ecken und Kanten. Und finde es unwiderstehlich charmant, wenn jemand nicht auf biegen und brechen gefallen will. Sprich: Menschen mit Herz, Tiefe und Charakter. Aber manchmal tut ein kleines Echo der Seele gut. Vor allem, wenn es unerwartet und überraschend kommt.

Allerhöchste Zeit also, sich an dieser Stelle für die unglaubliche, konstante Flut an ehrlichem, positivem Feedback der letzten Jahre bezüglich meiner Arbeiten zu bedanken. Das gibt Kraft!

DANK EUCH UND IHNEN!!!!!

 

Alles Gute von Wolke 7!

 

P.S. Pflicht-Festival im Sommer: Die Haydn Festspiele in Eisenstadt!

Physiologie

Sehens.Würdigkeiten

oder: Vom Nicht-Schnurren eines Kommunikationsmittels aus dem Jahre Schönbrunn

 

Photo: „Leihgabe auf Katzenstreu (klumpend)“, ND

Musik: Coeur De Pirate – Comme Des Enfants

 

„Wenn ich groß bin, will ich Tierärztin werden, weil ich Tiere mag und ich ihnen helfen will...meine Lieblingstiere sind Katzen, Hasen und Seesterne...

 

In den Semesterferien bin ich mit meiner Großmutter in das Literaturmuseum in Wien gegangen. Dort gab es eine Führung für Kinder. Von weitem konnte man riesengroße Buchstaben auf einem Haus sehen. Wir haben „Hallo“ gesagt und dann sind wir unter die Erde gegangen und haben unsere Sachen eingesperrt. Dann haben wir gewartet, bis die Führung beginnt. Es waren viele Kinder mit Erwachsenen da. Ich habe mich schon gefreut, weil ich altes Papier und alte Schriften und Bücher mag. Ich kann diese alten Schriften nicht lesen, aber sie gefallen mir sehr seit ich sechs oder sieben bin. Seit ich an meinem sechsten Geburtstag eine ägyptische Feder mit einem Papyrus und Tinte bekommen habe, seitdem wusste ich dieses Papier gefällt mir urgut und ich mag jetzt altes Papier. Ich habe mich auf das Museum gefreut, weil ich mich gefreut habe, dass ich eine Geschichte schreiben darf und weil ich dann alte Schriften und Schriftsteller kennenlerne. Nette Leute waren da. Dann haben wir gelernt, wie man ein Buch anfängt und wie man das macht und mit was man schreibt und wo man schreibt. Dass man sich zuerst Information sammelt oder Notizen macht oder man denkt sich einen Anfang aus und schreibt dann los. Es war nicht wie in der Schule, sondern ein bissi anders. Die alten Papiere haben mir besonders gefallen, die haben so ausgeschaut wie Papyrus ... nein ... wie altes Papier eben und es war ein bissi schwarz. Da drauf war dann auch eine alte Schrift. Ich habe auch ein Bild von einer Frau gesehen, die eine Künstlerin und Schriftstellerin war und die sich als Bleistift aus Zeitungspapier verkleidet hat. Wahrscheinlich, weil sie gerne schreibt. Und einen Comic haben wir gesehen. Und dann haben wir die Augen zu gemacht und die Museumsführerin hat uns etwas vorgelesen, einen Satz, und wir sollten uns vor unseren Augen ein Bild vorstellen, wie es aussehen könnte. Dann hat sie uns gezeigt, wie das Bild in echt ausschaut, zum Beispiel ein Telefon, wo man drehen muss, damit man die Nummer eingeben kann, und das wo man dreht war ein Katzenkopf. Und dann haben wir noch selber eine Geschichte geschrieben. Ich habe auf ein Bild geschaut und dazu ist mir dann eine Geschichte eingefallen. Ich habe die Geschichte mit nach Hause genommen. Es war sehr ruhig im Museum. Die Wände waren schön. Am allerbesten hat mir im Museum gefallen, dass ich selber eine Geschichte schreiben durfte. Als wir nach der Führung rausgegangen sind, habe ich mich gut gefühlt und ruhig und ich habe gewusst, dass ich nicht nur Tierärztin werden will, sondern auch Schriftstellerin. Oder eine Tierärztin, die Bücher über Tiere schreibt. Weil ich helfen will UND weil ich es mag, selber ein Buch zu erfinden.“

Lasita, 8 Jahre

(Name von der Red. geändert)

 

Alles Gute von Wolke 7!

Metaphysik

Warum manche Träume wahr werden

 

Photo: „Weltseele“, VP

Kunstobjekt von Rudolf Svoboda

 

Musik: Beach House - Wishes

 

Wo soll ich beginnen? Es gibt ... Milliarden von Büchern zu diesem Thema, wie etwa einen „meiner“ Klassiker Der Alchimist von Paulo Coelho, hinter dessen Kernaussage ich vom Scheitel bis zur Ringelsocke stehen kann. Und worauf beruht der Erfolg von Literatur dieser Art? Richtig. Sie hält die Hoffnung (worauf auch immer) am Leben, denn die stirbt bekanntermaßen zuletzt. Bref: Das gemeinsame Geheimnis oder vielmehr der gemeinsame Nenner all jener Werke ist die uralte Aussage, dass Erfolg auf allen Ebenen auf der Basis des GLAUBENS beruht. Damit meine ich: Den UNERSCHÜTTERLICHEN Glauben daran, dass die eigenen Träume, zu denen man vielleicht anfangs den Mut, manchmal auch das Selbstbewusstsein haben „muss“, sich zu bekennen, wahr werden können und Wünsche, so abgehoben sie auch klingen mögen, tatsächlich in Erfüllung gehen. Dass man dabei von ihrer Unausweichlichkeit absolut überzeugt sein muss, versteht sich von selbst. Warum auch immer: Der Glaube ist ein Motor. Er verleiht Eisbärenkräfte, also mentale Stärke – aber das erwähne ich hier nur der Vollständigkeit halber. In erster Linie motiviert er, dranzubleiben und weiterzumachen, sprich: er nährt die Vision – komme was wolle. Dann und wann gerate auch ich in eine Art kleine „Glaubenskrise“... dann jagt ein Zweifel den nächsten; Nebelschwaden versuchen sich breit zu machen. In Momenten wie diesen ist es a) wichtig, einen kleinen, feinen und guten Kreis von Menschen um sich zu haben, die stark genug sind, aufzufangen und die im Positiven reflektieren. Spiegel, die genau dann einsetzen und den eigenen Glauben stärken, wenn man selbst einmal weniger Kraft haben sollte (mich deucht, darüber habe ich entfernt schon einmal berichtet??). Und b) sich stets bewusst zu sein, dass man immer nur soviel bekommt, soviel man bereit ist zu „(er)tragen“ (auch mit einer großen Menge an Glücksgefühlen muss man umgehen können). Darüber hinaus suche ich in Momenten wie diesen die Stille der Einsamkeit. Die Kraft der Natur. Und dann wieder die Musik. Oder ich trinke stilles Wasser und nehme Nahrungsmittel zu mir, die aus der Erde kommen; außerdem schreibe ich sogenannte Listen und Konzepte, die mich ebenfalls „erden“. Das Wichtigste: Ich fokussiere und konzentriere mich auf meine Mitte und – atme tief ein und atme aus. Das ist der Anfang. Manchmal versuche ich dabei zu singen, wenn auch komplett falsch. Immerhin macht es euphorisch. Ach ja, und dann kommen wieder die bereits erwähnten Gymnastikübungen des Herrn Papa...

 

Alles Gute von Wolke 7!

Kommunikation

Warten auf Godot

 

Photo: „Goethe der Woche“, ND

Musik: Miss Marple’s Theme

 

Kein Wecker der Welt ist so zuverlässig wie Katze Miss Marple. Oder besser gesagt - ihre allmorgendlichen Hungerattacken (Let’s face it!). Im wahrsten Wortsinn. Und das geht so: Noch während ich mich im Reich der Träume wähne, spüre ich, wie eine kleine Pfote mehrmals zart über meine Comic-Zehen streicht. Warten. Reagiere ich nicht auf der Stelle, bekommt das Streichen mehr Nachdruck. Warten. Wage ich etwa, mich umzudrehen, werden kleine Krallenspitzen ausgefahren und...siehe oben. Abermals warten. Wenn das alles nicht zielführend ist, holt diese kleine Pfote laut „Meeeeooouwwwww!!!“ rufend aus und drischt - diesmal mit weit ausgefahrenen Krallen – ohne Pardon auf besagte Zehen ein. Das ist bitterer Ernst. Bonustrack: Auf das nächstgelegene Regal klettern und „Yippppiieehhh!!!!!“ schreiend kopfüber auf meinen Bauch springen. Und ich? Erwache jeden Morgen mit einem lachenden und einem halbweinenden Auge. Vor allem, weil dieses „arme“ Tier derart herzzerreißende Laute von sich gibt, als hätte es seit Wochen keinen Krumen bekommen. So, und jetzt drängt es mich, die neuesten Fotos einer bildschönen jungen Dame (mehr darüber demnächst) zu bearbeiten...

 

Alles Gute von Wolke 7!

Intuition

Literatorschlusspanik und andere Phänomene

 

Photo: „Interpretationssache“, ND

Musik: Fabio Viscogliosi – Fenomeno (Album), insbesondere Nummer 1, 8 und 11

 

Wer täglich in die Welt des Wissens eintaucht, gerät in einen Sog. Nehmen wir etwa Kunstbücher: Hunderte Querverweise, sowie der umfangreiche Literaturanhang et cetera stürzen mich manchmal regelrecht in eine Art „Krise“: Ich komme mir vor, als würde ich überhaupt nichts wissen. Gleichzeitig werde ich natürlich umso neugieriger und kippe komplett in die andere Welt. Gleichzeitig denke ich mir: WANN BITTE WILL/SOLL/KANN ICH DAS ALLES LESEN? Dazu reicht ein Menschenleben unmöglich aus. Ist das etwa ein kleiner Anflug von „LITERATORSCHLUSSPANIK“ (die Wortschöpfung des Tages)? Und daneben möchte ich auch noch viele andere Dinge erleben...schließlich braucht der Mensch seine tägliche Dosis Input. Da hilft nur eines – ich sammle ausschließlich Positives. Sprich: Ich lasse mich voll und ganz von meiner Intuition (quasi der inneren Stimme/Erfahrung/Bauch oder wie-auch-immer-man-das-nennt) leiten, welcher Schritt, beziehungsweise welches Gespräch, Werk, Ausstellung, Film etc. für mich im Augenblick das Beste ist; ich spüre nach, was sich in jedem Augenblick gut für mich anfühlt. Diese abgewandelte, produktive Form von „in den Tag hinein leben“ nährt meinen Geist und schenkt mir ein positives Lebensgefühl, welches ich gerne mit dem Umfeld teile und damit hundertfach wieder bekomme. Wir wissen: Wer gute Vibes aussendet, erhält auch welche zurück. Meistens.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Seelenkost

Musenkuss am Morgen

 

Photo: Serie „Flow“ - Andrea, Gemälderestauratorin und Mutter von zwei Söhnen, für NEW MOM „Working Mom“ Winter 2016/2017. Text, Fotos & Styling: ND.

Musik: Maria Callas – Quando m’en vo / La Boheme (Puccini);

Arcade Fire – The Suburbs

 

Miss Marple hat ein Faible für meine EarPods. Ich habe eines für Vintage-Taschen in allen Größen, Farben und Varianten - gepflegt erhaltene, wohlbemerkt. Seltene Prachtexemplare entdecke und sammle ich etwa auf Antikmärkten und vorzugsweise in Leopoldstadt, einem meiner Lieblingsbezirke in Wien. Oder ich bekomme sie geschenkt, wie etwa das ausgefallene Objekt in Dunkelrot, das mir Miss Marples ehemalige „Mama“ überlassen hat, bevor sie nach Polynesien ausgewandert ist.

Ausgefallene Vintage-Unikate werden übrigens auch pro Kilo (man lese und staune) von VinoKilo am 18. Januar 2017 im Rahmen der Berlin Fashion Week angeboten. Zwei Tage später geht es dann zur Vernissage@ÉCOLE Boutique in Berlin-Mitte, von VERSE – Photography by Brix & Maas. Dort kann man unter anderem auch die handgearbeiteten Jacken des Designers Jarow erstehen, der bereits viele Stars wie etwa Madonna oder Tilda Swinton eingekleidet hat.

Und ansonsten? Genieße ich in Ruhe meinen morgendlichen Tee mit Milch und harre der Dinge die da kommen...etwa der Film „EVOLUTION AUF B“ von Kurt Brazda, welcher im Stadtkino im Künstlerhaus in Wien am 26. Januar 2017 gezeigt wird. Kamera & Schnitt: Benjamin Epp.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Flow

All jenen, die für ihre Familie durchs Feuer gehen.

 

Photo: „SUNCE MOJE“, ND

 

Honi soit qui mal y pense: Oberteil „MATA HARI“ - 1994 tagelang (oder waren es Wochen?) in mühevoller, gemeinschaftlicher Handarbeit kreiert und gefertigt von der geliebten, streng katholischen Omi und Natascha Dimitrov.

 

Musik: Frédéric Chopin -  Nocturne In C Minor;

Blonde Redhead – Elephant Woman (Album: Misery Is A Butterfly)

 

(...und gros bisous an Daphne und Vera von correllcorrell.com sowie Alexandra)

 

Wo soll ich anfangen? Ich bin noch positiv verwirrt von der kleinen Nichte, die neulich einen Kalender gebastelt hat, um die Tage bis zu meinem Geburtstag abzustreichen. Im ERNST! Nicht bis zu ihrem eigenen sondern MEINEM GEBURTSTAG. Kann es kaum glauben...

So, jetzt aber: Barcelona, Lausanne, Brüssel oder doch lieber London? Wer sanft in andere Sphären entschweben möchte, freut sich auf Blonde Redhead aus New York - derzeit ist das Dreampop-Trio nämlich auf Tour, unter anderem etwa am 17. März 2017 im kleinen feinen Rahmen im Columbia Theater Berlin.

Kirstens coup de coeur ist das T-Shirt mit der Aufschrift „Les filles qui lisent sont plus sexy“ des jungen Pariser Super-Geheim-Tipp-Modelabels Proême – ein Mix der französischen Wörter Pro(se) und (Po)ême. Marion Gauban Cammas (ehemals Jean-Charles de Castelbajac, Jean Paul Gaultier und Christophe Lemaire) und Ulysse Meridjen sind die Gründer der Marke und Literatur-Freunde par excellence. Die Stücke mit den poetischen Prints werden exklusiv in Frankreich hergestellt, die Kollektionen in Frankreich und Italien produziert. In Zusammenarbeit mit der Boutique Colette hat die Marke übrigens soeben „Les Proêmes de Colette“ ins Leben gerufen: Eine Serie von Ateliers und Konferenzen rund um Mode und Literatur, sowie einen Literaturpreis mit einer Publikation bei Colette als Gewinn. Plus: auf der Homepage proemesdeparis.com gibt es ziemlich schicke „Lese-Fotos“, unter anderem von Jane Birkin, Brigitte Bardot, Francoise Hardy, Marion Cotillard, Greta Garbo, Twiggy, Marilyn Monroe oder Kate Moss. Was wollte ich noch sagen...ah ja: In der Weltstadt der Musik ist am 27. Januar 2017 Premiere des Musicals Don Camillo & Peppone im Wiener Ronacher Theater.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Inspiration

Von Doppelgängern und Kopierhilfen

 

Photo: „Prinzessinnen-Clutch (2-Tage-Especially for Tati - Maßanfertigung von der schönsten Schwägerin der Welt)“, ND

Musik: Zucchero – Niente Da Perdere und all die anderen „Greatest Hits“

(Comprendo solo un pochissimo italiano...)

 

Auf meinem Nachtkästchen befinden sich aktuell drei Bücher, die ich parallel lese: Ein Sachbuch zum Thema Psychologie, ein Werk in Form einer Sammlung von Schriften, Skizzen und Zeichnungen Leonardo da Vincis, sowie Murakamis Autobiografie „Von Beruf Schriftsteller“. Demnächst gesellen sich „Casanovas Memoiren“ und – tatarataaa – eine der ersten Ausgaben (!) von „Manon Lescaut“ auf Französisch von Prévost dazu, die Alexandre Dumas einst der großen Liebe seines Lebens zum Geschenk gemacht hat und welche ich mir von einem brillanten Geist ausleihen darf (an dieser Stelle sage ich vorab: DANKE!). Und wenn ich das alles fertig gelesen habe, werde ich wohl auch noch schnurstracks zur Buchhandlung meines Vertrauens marschieren, um mir den neuen Roman der österreichischen Schriftstellerin anzuschauen, deren Gesichtsausdruck und Art des Auftretens mich an meine geniale Pech & Schwefel – Freundin aus meiner Schulzeit in Deutschland erinnert. Das passiert mir übrigens des Öfteren: Irgendwie erinnert mich andauernd irgendwer an irgendwen, sei es in punkto Ausstrahlung, Körpersprache, die Art und Weise zu sprechen oder schlicht in Sachen Kleidung. Apropos Kleidung: In einem Interview (Rolling Stone) erzählte John Lennon einmal, dass sich seinerzeit jede Zweite (oder so ähnlich) kleidete und herrichtete wie Yoko Ono. Hm. Wie geht man wohl damit um, wenn die halbe Welt mehr oder weniger aussieht wie ein Klon seiner selbst? Antwort: Gar nicht - es kann nur ein Original geben. Und: Um so besser, wenn es etwas Gutes ist, das sich da verbreitet...

 

Alles Gute von Wolke 7!

 

P.S. Juhuuuuuuu es schneit!!!!!!!!!!!!!!!

In eigener Sache

Ein Gruß aus der Küche!

 

Photo: „Breakfast Intercontinental - John Lennon & Yoko Ono“, Ulli Koscher für das Buchprojekt „ALL YOU EAT IS LOVE“

 

Folgendes Kochbuchprojekt habe ich irgendwann im Jahre Schönbrunn mit Herzblut entwickelt und geschrieben. Für die Konzeption Food, sowie für die Rezepte ist Privatkoch Florian Prandstätter von soulkitchen.at verantwortlich.

 

 

ALL YOU EAT IS LOVE

 

Liebesgeschichten & Kochrezepte

 

INTRO

Kocht man zusammen weniger allein? Ja. Speise und Trank, sowie eine gemeinsame Tischkultur fördern bekanntlich die Kommunikation, sagen Wissenschaft und der gemeine Hausverstand. Aber: Wie bleibt man füreinander interessant? Welchen Einfluss hat der gesellschaftliche, kulturelle oder familiäre Background auf die Beständigkeit einer Beziehung? Klatscht eine Hand nicht ohne die andere, oder empfindet doch immer einer mehr? Und: Woran erkennt man einen Freund?

Mit gut dosiertem Augenzwinkern und einer unerträglich erfrischenden Prise Seichtheit werden 30 Paare, sowie ihre Beziehungsthemen von einer Expertin für Lebensstil intuitiv beleuchtet, die eigentlich von Beziehungen keine Ahnung hat. Und gerade deshalb absolut befähigt ist, die Thematik treffsicher, quasi mit einem neutralen Blick von Außen, unter die Lupe zu nehmen.

Und da Liebe bekanntermaßen durch den Magen geht, handelt dieses Buch ebenso von gutem Essen. Exklusiv für das jeweilige Paar kombiniert, gekocht und von kritischen Feinschmeckern für gut befunden. Mit cooler Poesie für jedes Portemonnaie kreiert, von einem feinsinnigen Kochkünstler, der sich von so viel Liebe inspirieren ließ. Fürs mitgenießende Ästheten-Auge gibt es auch etwas Schönes – jede Menge originelle Foto-Kunstwerke und sehr feine Illustrationen der promineneten Paare.

Last but not least der Überraschungs-Bonus:

Wärmste musikalische, mit reichlich Seele gewürzte Einkoch-Empfehlungen.

 

 

Ach ja und ... PROSIT NEUJAHR!

 

Alles Gute von Wolke 7!

Raum und Zeit

Photo: „Weltstadt der Wunder“, ND

Musik: Leise rieselt der Schnee

 

 

 

 

 

STILLE

 

 

 

 

 

Alles Gute von Wolke 7!

Zeitreise

A Friend In Need Is A Friend Indeed

 

Photo: „Monsterkipferl homemade“, ND

Musik: Mary Poppins;

Spice Girls – Wannabe;

Walk Off The Earth – Roll Up

 

 

...gewidmet der geliebten kleinen großen SCHWESTER!

 

 

 

Alles Gute von Wolke 7!

Spirit

Das Unaussprechliche

 

Photo: „O.W.“, ND

Musik: Lou Doillon – Lay Low (Album) Live At Kerwax Studio

(We love it!)

 

Wenn Annabelle und ich miteinander reden geschieht eine Menge, obwohl nichts wirklich Weltbewegendes passiert. Ich weiß nicht, was genau es ist, aber es hat eine unbeschreibliche Kraft und tut gut. Die kreative Kosmopolitin mit Sinn für das Schöne kann in vier Sprachen parlieren und lebt mit Hund Artos (im Geiste), sowie den Katzen Lou (das hat nichts mit Lou Doillon zu tun) und Flynn in der pulsierenden Metropole Berlin. Von dort aus wird die Absolventin des Studio Bercot/ Paris mit den feinen Antennen diesen länderübergreifenden Blog hinkünftig ebenfalls mit Insider-Tipps bereichern...LET’S PARTY – WIR SPÜREN JETZT ZU DRITT! Mental waren Miss Marple und ich heute Vormittag übrigens im Kino. Und zwar in der Astor Film Lounge, einem der ältesten Filmtheater Berlins, mit Empfangscocktail und Service am Platz, wo „Mon Oncle“, eine meiner Lieblings-Kult-Komödien aus den 1950er Jahren von und mit Jacques Tati, vorgeführt wurde. Und da ich schon in Gedanken vor Ort bin, muss ich auch unbedingt einen Abstecher in die mir empfohlene Fotoausstellung „Lost Poet“ von Anton Podstrasky machen. Diese läuft noch bis zum Dreikönigstag im Bildband Berlin, dem charmanten, kleinen Buchladen am Prenzlauer Berg, der dem Fotografen Thomas Gust, sowie dem britischen Musiker und Fotografen Joe Dilworth gehört...

 

Alles Gute von Wolke 7!

Kunst

Pet Club

 

Photo: „Bär im Glück“, ND

Musik: Julie Andrews – When You Wish Upon A Star

 

Wer jemals ein Tier verloren und die Phase des Trauerns überwunden hat, den erschüttert so schnell nichts mehr. Ich hatte das Glück, mit Fischen, Ponys, Kaninchen und Hunden aufgewachsen zu sein...mehr brauche ich nicht zu sagen (das ist die Kehrseite der Medaille). Glück deshalb, da ein Tier auf wundersame Weise die positiven Eigenschaften eines Menschen verstärken kann: Beispielsweise bekommt selbst ein hoffnungsloser Misanthrop, sobald er in die Augen seines zauberhaften tierischen Begleiters blickt (wenn er denn einen hat) einen butterweichen Gesichtsausdruck. Apropos Butter – tant pis pour moi – die habe ich vergessen einzukaufen...grrrrrrrrr....UND ICH HABE MICH HEUTE AUF KARFIOL MIT SEMMELBRÖSEL UND BUTTER GEFREUT!!!!!!!!!

Aber Miss Marple, die mich gerade zum Spiel auffordert, bringt mich wie immer zum Lachen. Dieses entzückende Geschöpf ist speziell - das sage nicht ich, sondern die anderen Katzenmenschen in meinem Umfeld. Und weil erster Advent ist, und ihr Anblick mir ein Lächeln auf das Gesicht zaubert, habe ich beschlossen, ihre Geschichten in einem eigenen Blog zu verewigen. Demnächst auf dieser Website also – tatarataaa – The Story of Miss Marple!

 

Alles Gute von Wolke 7!

 

P.S. Ach ja...die Fondation Cartier für zeitgenössische Kunst in Paris zeigt gerade „Das große Tierorchester“ – eine familienfreundliche Ausstellung von Fotografien, Zeichnungen, Tonaufnahmen und Installationen internationaler Künstler, die sich mit der zunehmend bedrohten Welt der Tiere auseinandersetzt. Eine gute Ergänzung zu den Unmengen an Katzenmagazinen, die ich seit einem halben Jahr verschlinge (das darf man ja gar nicht laut sagen...).

Reise

Der Geschmack von Haselnüssen

 

Photo: „Gästehandtücher der Woche“, ND

Musik: Mercedes Sosa – 30 Anos

 

Eigentlich wollte ich von der Mutter aller Concept-Stores, 10 Corso Como, in Mailand schwärmen und davon, wie unsagbar wohl man sich zwischen all den ausgewählten Werken aus den Bereichen Kunst, Mode, Design, sowie den Unmengen an Büchern und Musiken von Welt fühlt, weil dieser besondere Store .... ich suche das treffende Wort.....schlicht CHARISMA ... hat - obwohl Concept-Stores prinzipiell eher weniger zu meinem Einzugsgebiet zählen. Ich wollte darüber schreiben, dass er heuer seinen 25sten Geburtstag feierte und im Zuge dessen sinnierte ich, was eigentlich meine Wenigkeit vor rund einem viertel Jahrhundert gemacht hat (es war übrigens der Sportbootführerschein). Und dann wollte ich elegant dazu überleiten, dass dessen Gründerin als auch Galeristin Carla Sozzani derzeit in der Pariser Galerie ihres guten Freundes Azzedine Alaia, Fotografien aus ihrer Privatsammlung ausstellt (apropos Fotos: Schon die „Fliegenden Katzen“ im Rahmen von Eyes On – Monat der Fotografie in Wien gesehen? Ich jedenfalls noch nicht.). Ich wollte. Aber: Ich tue es nicht. Meine Gedanken galoppieren einfach immer wieder davon – Melancholie liegt in der Luft. Liegt es an der Musik, deren Texte ich wieder einmal nicht verstehe, die ich aber spüren kann? Sie erinnert mich an den Wiener Opi, der jahrelang in Südamerika gelebt hat. Oder sind es gar die Haselnüsse-ohne-alles, die gerade meinen Gaumen erfreuen? Ich schließe die Augen, reise abermals in die Vergangenheit und sehe den riesigen - zumindest für einen Dreikäsehoch wie mich - Haselnussbaum im Garten meiner Großeltern in Deutschland. Und uns, wie wir Nüsse sammeln und versuchen, diese zu knacken und dann denke ich...oh je...schon ist es so weit...drama...schluchz...man reiche mir zwei Handtücher bitte (Taschentücher sind in diesem Fall zu wenig)...aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nicht auch diesem Zustand etwas Positives abgewinnen könnte. Nüsse erinnern mich nämlich auch an die nahe Zukunft: An einen meiner Lieblingssupertroupermärchenfilme aus den 1970er Jahren zum Beispiel, der alle Jahre wieder zu Weihnachten mindestens 318mal auf allen TV-Kanälen ausgestrahlt wird und der selbst meine Wenigkeit dazu bringt, bei irgendjemandem fernzusehen – falsch – in Wirklichkeit freue ich mich jedes Jahr wie crazy Miss Marple in ihren täglichen „siebeneinhalb Minuten“ auf – tadaaaa – „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“! Aber eigentlich wollte ich hier über ... und AUS.

 

Alles Gute von Wolke 7!

In eigener Sache

NEW MOM

Glückliche Mütter – Glückliche Kinder

 

Photo: „NEW MOM Herbst 2016“, ND

Zeichnungen: ND

Musik: Mozart – Eine Kleine Nachtmusik

 

Das neue Heft ist da! Warum erzähle ich das? Weil es – wie immer – hält, was es verspricht. Und weil es mir Freude bereitet, im Zustand des „Flow“ immer wieder dafür neue Modemärchen für moderne, weltoffene Frauen zu kreieren...

 

Alles Gute von Wolke 7!  

Emotion

Vom Suchen und Finden

 

Photo: „Objekt auf Rosarot“, ND

Musik: Miss Piggy & Elton John – Don’t Go Breaking My Heart

 

Frage: Wie kommt der Pariser Eiffelturm in ein Sachbuch zum Thema Tierverhalten? Antwort: Das habe ich mich gestern auch gefragt, als ich in der Naturabteilung der Buchhandlung meines Vertrauens auf der Suche war (wonach ich eigentlich gesucht habe, ist mir selbst ein Rätsel). Wie originell, als wäre das Buch eigens für mich geschrieben worden... Bevor ich es vergesse: Das weltoffene Werk heißt „Das Seelenleben der Tiere“, Autor ist der Förster Peter Wohlleben und es wird darin en gros erörtert, ob und inwiefern Tiere eine Seele und emotionales Bewusstsein haben - mit allem, was dazu gehört. Als intuitive Hobby-Tierpsychologin und Anhängerin der „Tier spiegelt Mensch“-Theorie interessiert mich so etwas prinzipiell natürlich brennend, vor allem, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse mit persönlichen Beobachtungen kombiniert werden...

 

Alles Gute von Wolke 7!    

Kult

Juwelen des Alltags

 

Photo: „Putzmittel“, ND

Musik: Tom Waits – Back In The Good Old World (Jim Jarmusch/Night On Earth);

Klaus Beyer – Ballade von Struppi (... ah ja und dann noch Cameron Diaz - und zwar die Dusty-Springfield-Karaoke-Szene in dem Film, dessen Namen mir entfallen ist...)

 

Die kostbarsten Schätze findet der Mensch meistens dort, wo er sie nicht vermutet (ja auch im übertragenen Sinne). Das ist der Grund, warum mir ... „zeitlos“ anmutende Läden besonders am Herzen liegen: Kleine persönlich geführte Läden, die nicht krampfhaft einem künstlich herbeigeführten Image hinterher hecheln, sondern sind wie sie sind. In denen man das Gefühl hat, im Tohuwabohu des manchmal hektischen Alltags befreit durchatmen zu können, da man ebenfalls sein kann, wie man ist. Hochkaräter dieser Art gibt es nicht wie Sand am Meer - im Gegenteil, man kann sie an einer Hand abzählen. Erkennungsmerkmale: Die kleinen Schaufenster wirken – zumindest auf mich - in Sachen Arrangement ungewollt komisch, was ihnen eine gewisse Schrägheit verleiht (z.B. Paris); beinahe jedes Stück ist mit einer Geschichte verbunden und manchmal wird der Kundin sogar eine handgeschriebene Postkarte mit einem großen „Danke“ nach Hause geschickt (z.B. New York); die feilgebotenen Waren werden mit Vorliebe irgendwie, sprich: unübersichtilich präsentiert; oft wirkt der entzückende Laden daher leicht überfüllt und man benötigt viel Zeit, um überhaupt etwas zu „sehen“ (z.B. London). Genug des City-Droppings, kommen wir zum Kern der Geschichte: Dann und wann statte ich im Zuge meiner Recherchen dem Super-Trouper-Hero-Lieblings-Kult-Hutsalon meines Vertrauens in Wien einen Besuch ab. So auch vorgestern. Und was erspähten meine müden aber neugierigen Augen? Eine glitzernde englische 1920er Kopfdekoration aus Samt (schon war ich wieder hellwach - ich liiiebe den Stil der 20er Jahre!), für den eleganten „Grossputz“ sozusagen. Und für das nächste Fotoshooting. Auch als Hula Hoop-Reifen für Katzen namens Miss Marple ganz hervorragend geeignet. Und da ich gerne „mit Tiefe“ kombiniere, empfehle ich Inspirierten dazu Farbe für die Nägel mit dem klingenden Namen „Dada“ von YSL.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Kreativität

Der Langeweile Wellen

 

Photo: „Beute“, ND

Musik: Nein, an dieser Stelle steht nicht Kate Bush – The Sensual World, sondern Dave Brubeck – Take Five.

 

Mir war langweilig. Also habe ich mich voll Zuversicht der Fadesse hingegeben und dabei ein neues Spiel erfunden: Es heißt „Prix Choc“... genau, wie auf dem Album „Superdiscount“ von Etienne de Crecy. Gewonnen hat, wer in 1 Stunde die meisten schönen Sachen, die das Auge glücklich machen für jeweils maximal 1 Euro findet. Aber der Reihe nach....

Carnuntum, Römerfestival 2016. Auf dem Weg dorthin zog eine kleine Menschenansammlung meine Blicke auf sich: Ein Flohmarkt mit einem riesigen gestreiften Zelt voller Bücher! Da kann der Mensch natürlich nicht nein sagen. Kurz: Ich habe mir ein Buch gekauft. Einen Roman, um nicht zu sagen DEN Roman. Für exakt einen Euro. Metallisch schimmernd zogen mich seine roten Buchstaben magisch in den Bann, ebenso wie die schwere, uralte Glasflasche.

Nun zu gestern. Also: Mir war langweilig. Es geschah in der Zeit zwischen zwei Terminen, zu kurz um noch etwas „zu machen“ aber viel zu lang um planlos dazusitzen und zu warten. Beim letzten Anfall von Fadesse vor ein paar Jahren, habe ich mich übrigens – surprise - mit Literatur eingedeckt, welche sich hervorragend mit dem Thema auseinandersetzt und mittlerweile zu meinen persönlichen Evergreens zählt: „Vom Interesse und dem Sinn der Langeweile“ von Verena Kast. Diesmal inspirierte mich der Flohmarktfund zu meinem Spiel. Also machte ich mich nach meinen Terminen neugierig und voll Tatendrang auf, originelle Dinge aufzuspüren. Die Spielregel: Keine Lebensmittel – wir wollen es ja nicht zu einfach machen.

Aus Nataschas Schatzkiste: James Joyce – Ulysses (= die Inspiration), Papierkugelschreiber „Hoffmann“, Kunstpostkarte „Gerhard Richter – Sekretärin, 1964“, Neonbleistift, Bleistift in mattem Gold, Glitzerflummi, Knopf mit Prinzessinnenkrönchen, Buchstabenholzperlen in Würfelform, Metallspitzer in Pink, Miniatur-Küchenreibe (wofür auch immer), gewellter Bicolor-Armreif, Triangle-Büroklammern, Arztseife, jede Menge Lesezeichen und last but not least der Favorit: Regenponcho Kugel, bedruckt mit Dürer Häschen.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Wahrnehmung

Un, deux, trois

 

Photo: „Exclamation Mark“ aus der Serie „MOTHER“ von Natascha Dimitrov

Musik: Saint Privat – Superflu

 

Jedes Lebewesen hat seinen Rhythmus.

 

 

Alles Gute von Wolke 7!    

Seele

Planschen im Hotel

 

Photo: „Wannabe (frei nach Magritte)“, ND

Musik: Das Pop - You

 

Wassermänner, Meerjungfrauen und andere Meeresbewohner schwimmen jetzt in Scharen nach Paris, wo das - tatarataaaa - erste Schiffhotel auf der Seine (offparisseine.com) seine Pforten geöffnet hat. Dort pritscheln sie dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in der futuristischen Badewanne in ihrer weiss-goldenen Suite mit atemberaubendem Blick auf die Seine und die überirdische Metro-Linie, oder gleich im hauseigenen Pool, wenn sie nicht gerade einen schicken Drink an der Bar nehmen oder schlicht eine Schiffahrt machen....Und wer schon in der Stadt der Liebe und des Lichts verweilt, dem sei aktuell das Centre Pompidou empfohlen, wo einem der wichtigsten Vertreter des Surrealismus eine Ausstellung gewidmet ist: René Magritte. „La Trahison des images“ (= der Titel eines seiner bekanntesten Werke) zeigt hundert Gemälde, Zeichnungen und Archivdokumente des belgischen Künstlers, welche unter anderem die Tailoring-Marke „Café Costume“ aus Antwerpen zu einer passenden Capsule-Kollektion inspiriert haben: Perfekt geschnittene Kostümjacken, die auf der Innenseite des Futterstoffes mit Meisterwerken des Künstlers bedruckt sind. Belgien...Brüssel...da war doch was...ah ja, das Konzert der one and only VALERIE SAJDIK am 21. Januar 2017!!! Nähere Informationen unter valeriesajdik.com.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Wahrnehmung

paarweise

 

Photo: „Point of View“ aus der Serie „MOTHER“ von Natascha Dimitrov

Musik: Jeremiah – Ich spiele Leben (interpretiert von der Dame im Bild)

aus dem Album „Un Dia Soleado“

(produziert vom Ehemann der Dame im Bild)

 

„Ich möchte wissen, was da draußen ist.“ Stephen Hawking

 

Alles Gute von Wolke 7!

Emotion

Meine geniale Korrespondentin

 

Photo: „Ma Petite (eigeninitiativ gezeichnet von der geliebten Nichte)“, ND

Musik: Charles Aznavour – She

 

Yves Saint Laurent liebte seinen Hund Moujik, Katze Choupette hat sich sanft in Karl Lagerfelds Herz geschnurrt...offenes Geheimnis ist, dass Haustiere ihre Besitzer spiegeln. Auffällig ist, dass sich gerade in der Modewelt, der gnadenlosen Welt der Eitelkeiten viele Tierbesitzer finden. Warum das so ist, liegt auf der Pfote. „J’adore la mode mais c’est tout ce que je déteste“ ist ein Buchtitel, der mir Korrespondenz –sei-Dank dazu einfällt, da er mir direkt aus der Seele spricht (an sich ja nichts Schlechtes, denn auch negative Gefühle sind Gefühle, im Gegensatz zu Gleichgültigkeit - aber darüber schreibe ich ein anderes mal...). Das Buch (Editions Grasset) des für seine Dokumentationen und Sendungen auf Arte und Canal+ bekannten Journalisten und Filmkünstlers Loic Prigent, ist eine Art Best of der schrägsten Zitate und Kommentare hinter den Kulissen der Modeschauen von Chanel, Yves Saint Laurent, Louis Vuitton & Co., welche er „schneller als sein Schatten“ an seine 200 000 Fans tweetet.

Amuse Gueule gefällig? Avec Plaisir!

+ „Sie geht ins Flore; das gibt ihr das Gefühl zu lesen.“

+ „Sein Vater hat so viele Warhols, wie dein Vater Socken hat.“

+ „Entschuldigung haben sie bitte Wasser? Es gibt nur Champagner.“

 

Alles Gute von Wolke 7!

In eigener Sache

En attendant Godard

 

Photo: „Drip Writing“, ND

Musik: Beach House – Thank Your Lucky Stars

 

 

 

 „Ich zählte jedes Seufzen der Heizung, jedes Knarren des Parkettbodens wurde zu einem mentalen Highlight. Manchmal spielte ich auch „Was ist schlimmer als das?“....“

 

 

 

Auszug aus

 

 

PERLMILCH

oder

DIE POESIE DES SCHWEIGENS

  

 

 

Ein Künstlerroman im Stil der surrealistischen „écriture automatique“

von Natascha Dimitrov.

 

 

Alles Gute von Wolke 7!    

Aussehen

Muh!

 

Photo: „Kuh-Tasche der Woche“, ND

Musik: Ana Moura – Amor Afoito (keine Ahnung was der Text bedeutet, aber die Melodie ist beinahe göttlich)

 

Meine Lieblingszeit bricht an und ich freue mich auf die wunderbaren Farben des Waldes! Und auf Verveine. Und picksüße Datteln. Ich stelle mir vor, wie ich, eingepackt in einen dicken Oversize-Rolli in der Farbe des Himmels, ein dramatisches Parfum von Annick Goutal tragend (diese Dame wollte ursprünglich, wie ich in Kindheitstagen, Pianistin werden) eine Pause einlege, in der ich parallel Nägel auf Hochglanz poliere und „Notre Dame de Dada“ lese, während ich im Geiste einen Platz für das Kunstwerk meiner Träume suche und genüsslich die Tafel Nuss-Schokolade verzehre, die ich erstehen „musste“, um diese absolut unglaubliche Tasche (wir haben ja Stil!) geschenkt zu bekommen, die perfekt ton-sur-ton zu meinem einzigen italienischen Strickkleid in Pflaume passt (habe einmal irgendwo aufgeschnappt, dass die klassische Schriftstellerin gerne Strickkostüme in allen Lebenslagen trägt ;-)

 

Alles Gute von Wolke 7!

Wahrnehmung

Erker der Evolution

 

Photo: „Stream of Consciousness“ aus der Serie „MOTHER“ von Natascha Dimitrov

Musik: Bless – Toutes Sortes De Choses

 

Mit allen Sinnen da sein ist gleich der Sinn des Daseins.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Kunst

Lullaby Road

 

Photo: „Mon coeur, mon âme“, ND

Musik: Pink Martini – Clementine

 

Ich habe geträumt, ich sei mitten in Marseille, um mich mit Mireille Mathieu zur allgemeinen Traumanalyse zu treffen. Kurioserweise konnte ich das Musée Cantini, welches demnächst eine Ausstellung zum Thema zeigen wird, aber nicht finden und bewegte mich daher mehr oder weniger im Kreis...es war ein Trauerspiel par excellence. Was auch immer das bedeuten mag...Die vielversprechende Werkschau „Le Rêve“, die sich um das Phänomen des Traumes in der Kunst dreht, setzt sich mit seinen Geheimnissen, seinen Vorhersagen, seinem versteckten Sinn oder seiner Funktion anhand von Werken von Picasso, Matisse, Dali, Magritte oder Ernst auseinander. Und zwar von 19. September 2016 bis 22. Januar 2017 (wer sich die Ausstellung gönnt, würze mit einer einer Prise Musik, Les Nuits Blanches von Valerie Sajdik, und erlebe ein Fest der Sinne). Apropos Ausstellung... in der Albertina in Wien fiel mir der Titel eines Sachbuchs ins Auge: „Kunst und Psyche – Bilder als Spiegel der Seele“ geschrieben von Tilmann Moser. Auch darin geben sich Picasso, Magritte, Ernst und viele mehr ein künstlerisches Stelldichein, wenn auch auf einer anderen Ebene.

 

Alles Gute von Wolke 7!

 

Making Of

Familienbande

 

Schnappschuss: „My books are inside the piano.“, ND

Musik: The B-52s – The Flintstones

 

Die elegante Dame, deren Kleid Marke Cacharel mindestens fünfzehn Nummern zu groß ist (das war, bevor ich es auf Taille steckte), zählt zum Kreis meiner persönlichen Schönheiten. Was nicht daran liegt, dass sie ziemlich schlau ist, aber dies nicht herauskehrt und auch nicht daran, dass ihr unbefangenes Lächeln „Köpfe verdreht“. Es ist auch nicht ihre mentale Größe oder ihr Talent, die lustigsten Grimassen von ganz Wien zu schneiden. Es sind die fünf Herzen, die in ihrer Brust pochen - ihre Augen sprechen Bände – das ist echte Inspiration! Für mich jedenfalls. Ob Text, Fotografie, Kurzfilm oder Artikel - seit vielen Jahren arbeite ich, wann immer sich die Gelegenheit bietet, besonders gerne mit Menschen aus der Familie, dem engeren Freundes- oder weiteren Bekanntenkreis zusammen, immer wieder tauchen sie in meinen Geschichten auf. Oder inspirieren mich zu etwas völlig Neuem. Man kennt einander bereits, ist also in gewisser Weise „eingespielt“ und die Atmosphäre ist entsprechend entspannt. So. Oh la la – jetzt spielt auch noch Les Rita Mitsouko im Radio, wie.schick.ist.das.denn?! Da fällt mir übrigens ein...Lust auf etwas Tratsch zum Thema? Avec Plaisir. Auch in der Welt der darstellenden Künste setzt man auf familiäre Wurzeln. Camille Seydoux etwa, Schwester der Schauspielerin Léa Seydoux (habe übrigens in der U-Bahn gelesen, dass die Bond-Darstellerin guter Hoffnung ist) gilt als DIE neue Lieblings-Stylistin des Augenblicks. Für ihre Schwester hat Camille die schönsten Red Carpet-Outfits zusammengestellt, und auch der Rest der französischen Schauspielerinnen-Garde, wie etwa Adèle Exarchopoulos, Bérenice Bejo, Sara Forestier oder Céline Sallette schwören auf sie. Aber es geht noch weiter: Eine der bevorzugten Modemarken Camilles ist das aufstrebende Label „Côme“ mit dem typischen Pariser Flair. Auch dahinter steht – wer hätte es gedacht – ein Schwester-Bruder Duo, welches in der in Paris gefertigten Kleidung auf starke Kontraste setzt. Plus: Die Jacken oder Kimonos kann man auf Anfrage mit seinem Namen oder seinen Initialen besticken lassen.

 

Alles Gute von Wolke 7!

 

Kommunikation

Der Sinn des Unsinns

 

Photo: „I-Mirror. Oder: Wer eine Wimper verliert, darf sich etwas wünschen.“, ND

Musik: Peggy Lee – It’s A Good Day;

Mark Ronson – Uptown Funk feat. Bruno Mars

 

 

Speaking eyes. Die Augen sagen, was die Lippen nicht zu sprechen und die Kleider nicht zu kommunizieren vermögen.

 

 

Alles Gute von Wolke 7!    

Sport

Ruh Dich Aus e.V.

 

Photo: „Rehkitz on the Blog“, ND

Musik: Chris de Burgh – Go Where Your Heart Believes

 

Während eines wunderbaren Ausflugs aufs Land dachte ich mal wieder im stillen Kämmerlein: Das Leben gleicht einem Karussell. Wir alle haben, respektive fahren auf dem gleichen Weg, auch wenn jeder Einzelne in einem anderen wie-heisst-das-doch-gleich sitzt. Aber manchmal verliert man das große Ganze aus den Augen. Und dann? Verengt sich die Sichtweise und man das Gefühl vor lauter Weggabelungen und Abzweigungen in eine Art seltsame Quo-Vadis-Starre zu verfallen, in der man kurioserweise die Gesamtsituation zu hinterfragen beginnt. In Momenten wie diesen esse ich übrigens erst einmal etwas, zum Beispiel ein Stück Brot mit schweizer Käse aus Holland. Dann beende ich die Grübelei, indem ich Musik höre, die das Herz berührt, während ich vor mich hin schlummere – wenn es denn die Zeit erlaubt. Danach gehe ich in die Natur, atme tief ein und mache Gymnastikübungen, die mir der Herr Papa, seines Zeichens einstiger Leichtathlet und österreichischer Hochschulmeister im Dreisprung gezeigt hat. Das hilft. Und prompt ist sie wieder da, die Ruhe und ich richte mich auf und „gehe“ wieder los, im Vertrauen darauf, dass der Weg sich vor mir auftun wird.

 

Alles Gute von Wolke 7!

In eigener Sache

B.B. BUTTERFLY

 

Photo: „Lyrical Conversation“, Natascha Dimitrov für millich-art.com

Musik: Vivaldi – Four Seasons; Dream Pop

 

Haltet Euch fest: Die Fotos des von mir konzipierten Blogs der Kunstfigur

„B.B. Butterfly“ für die Firma MILLICH ART Wien, sind ab sofort vor Ort erwerbbar.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Wahrnehmung

Walk In The Park

 

Photo: „Silent Monologue“ aus der Serie „MOTHER“ von Natascha Dimitrov

Musik: Hildegard Knef – Eins und eins, das macht zwei

 

 

Alles Gute von Wolke 7!

Wahrnehmung

O.W.

 

Photo: „Lyrical Allegory“ aus der Serie „MOTHER“ von Natascha Dimitrov

Musik: The Strokes – The End Has No End; Patrick Watson – Lighthouse

 

„Die Liebe macht, dass man mutig sein kann.“

Mutter Teresa

 

Alles Gute von Wolke 7!

Wahrnehmung

Wo ist wo?

 

Photo: „Epic Enlightenment“ aus der Serie „MOTHER“ von Natascha Dimitrov

Musik: Meghan Trainor – Better When I’m Dancing / The Peanuts Movie Soundtrack (Lyric Video)

 

„Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens – des Künstlers Beruf!“

Robert Schumann

 

Alles Gute von Wolke 7!

Best of

Happy Birthday

 

Photo: „Dekoratives 3D-Objekt zur geschmackvollen Inszenierung des Badezimmers“, ND

Musik: s.o. - gesungen

 

Persönliche Geschenke für Geburtstagskinder der besonderen Art!

 

Ausgefallener Sprachkurs, selbstgeschriebenes Theaterstück inklusive Aufführung im kleinen Rahmen, von Hand bemalter Sessel, Zwölf-Gänge-Dinner, selbstverfasster und -gebundener Gedichtband, selbstgezogene und –getrocknete Küchenkräuter, persönliches Foto-Shooting „Through My Eyes“ des Geburtstagskindes, eine Sammlung von Zuckerstücken verschiedener Kaffeehäuser aus aller Welt, Ein-Tages-Workshop in etwas, was der Schenkende besonders gut kann, besprochene CD mit eigenem Hörspiel, selbstkreiertes Glitzeroutfit zum Schlittschuhlaufen, stundenlang gesuchter Stein von einem Kraftort, selbstgezeichneter Comic, Malkurs in der Toskana, Hauskonzert mit der pinken Ukulele, Gemälde aller Art, in Knallfarben besticktes Lesezeichen, Daumenkino, selbstgebackene Kekse inklusive „Feel Good“-Sprüche, Selbstdarstellungsobjekte mit Augenzwinkern, etwa zu Broschen umfunktionierte Miniatur-Figuren, elegant geschnitztes aus Walnussholz, etwa Brieföffner oder originelle Buchstützen, feines persönliches Briefpapier, einen Geburtstags-Kurzfilm und last but not least eine Spezial-Torte zu einem Thema des Jubilars...

 

Alles Gute von Wolke 7!    

Wissenschaft

Von Mode und Mäusen

 

Photo: „Power-Dressing“, ND

Musik: Lou Doillon (au Studio Ferber) – Questions & Answers

 

In einer Studie der Psychologin Karen Pine, Professorin an der Universität Hertfordshire, gaben 7 Prozent der Befragten an sich gut zu kleiden, um „in den Hintergrund zu treten“.

 

Alles Gute von Wolke 7!

 

Quelle:

Psychologie Heute/ August 2016 – Artikel „Vorsicht bei der Kleiderwahl!“, S. 32-36    

Automobil

Cheeeeese!

 

Photo: „Dreamtea(m) On The Rocks (auch als Duftsäckchen ganz hervorragend geeignet)“, ND

Musik: Beach House – PPP

 

Neulich im Lebensmittelladen fiel der Satz, der mich zu folgenden, nahezu unerträglich seichten Zeilen angeregt hat: „Dieser hier sieht zwar nicht so gut aus, aber er schmeckt ausgezeichnet.“ Ich fühlte Tränen der Rührung in mir aufsteigen. Der arme Käse!

Ob in der Natur oder Kunst: Manche Dinge wirken anziehend, ohne viel dafür „tun“ zu müssen. Sie kommen einfach gut an, ein erfolgreicher Weg scheint vorprogrammiert. Dann gibt es jene, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken, die aber, wenn man sich näher mit ihnen befasst, nachhaltig beeindrucken, da sie meist einen immer seltener werdenen Schatz beherbergen: Qualität. Echte Qualität, auf welcher Ebene auch immer. Der Vorteil: Wo von vornherein geringe Erwartungen gehegt werden, ist der Überraschungseffekt meist doppelt so groß, in jeder Hinsicht. Der Rolls Royce unter den Raritäten ist wohl, wenn etwas innerlich hält, was es visuell verspricht. So, und jetzt warten wohlschmeckende, extra-gesunde grüne Fisolen vom Markt in einer extra-hässlich bedruckten Papiertüte darauf geputzt zu werden (in Wirklichkeit suche ich nur händeringend nach einem Grund aufzuhören ;-)

 

Alles Gute von Wolke 7!

Originalität

Kuriositäten des Alltags

 

Photo: „Space Age Typewriter“, ND

Musik: She Keeps Bees – Eight Houses

(derzeit eines meiner Number One-Alben aus der herrlich dramatischen Melancholie-Abteilung...danke für die Inspiration,

geliebte K.!!!)

 

Abracadrabrente...nein... Abracadabrantesque (bitte ganz langsam aussprechen)! Diese seltene Wortschöpfung hat die belesene Freundin N. vorhin in einer Lokalität am Fluss nonchalant eingeworfen - was war ich beeindruckt! Es kommt von – tatarataaa – Abracadabra und wird verwendet, wenn man etwas skurril, etwa im Sinne von lustig überspannt findet, würde ich sagen. Wie die Tatsache, dass Miss Marple (an dieser Stelle ist natürlich die Katze gemeint) sage und schreibe drei Sprachen versteht, sowie ein besonderes Faible dafür zu haben scheint, mit ihrer Pfote Miniatur-Fussbälle in hohem Bogen quer durch den Raum zu kicken. Aber halt! Ich hatte mir ja fest vorgenommen, trotz aller Begeisterung hier nicht jedesmal von Miss Marple zu schwärmen. Apropos: Das Pariser Künstler-Duo Benoît Astier de Villatte und Ivan Pericoli, weltbekannt für zauberhaft exquisite Keramik mit viel Liebe zum Detail und zart duftende Kerzen mit Stil, hat einen ziemlich schrägen Paris-City Guide herausgebracht, der auch Adressen von Detektiven, eine Klinik für Vögel und allerlei Überraschendes enthält. Darüber hinaus gleicht der etwas andere Guide „Ma vie à Paris“ optisch einem Roman! Wie passend, befindet sich doch ihre zweite, kürzlich eröffnete Boutique Astier de Villatte in einer ehemaligen Buchhandlung im legendären Schriftstellerviertel Saint Germain, wo unter anderem sinnliche Parfums, wunderbare Cremes aus einer griechischen Apotheke, edle Schmuckstücke einer französischen Künstlerin oder feinstes florentinisches Briefpapier feilgeboten werden.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Fauna

Miss Marple und der singende Teewagen

 

Photo: „Katze beim Studium“, ND

Im Hintergrund: Lesestadtplan „Wiens schönste Leseorte“ (Kein & Aber)

Musik: Frédéric Chopin – Nouvelle Études Nr.1 in f-Moll, Andantino / Arthur Rubinstein

 

Man darf mich beglückwünschen: Ich habe eine neue Gefährtin! Sie hat sich mich quasi ausgesucht und ich muss gestehen: Miss Marple ist wirklich ungewöhnlich, um nicht zu sagen äußerst speziell. Ich könnte jetzt ins katzentypische Schwärmen geraten, à la „sie weiss ganz genau, was sie will“ oder „sie ist voll Würde“ undsoweiter. Aber mein Interesse gilt vor allem Folgendem: Peu à peu entdecke ich ihre eigene Art von Humor (ab und an sitzt ihr ganz spontan der Schalk im Nacken), sowie ihren ausgeprägten Sinn für das Schöngeistige. Darüber hinaus scheint sie eine echte „Schriftsteller-Katze“ zu sein. Als sie etwa mit Pauken und Saxophonen bei mir einzog, verkroch sich das elegante Geschöpf mit den ausdrucksstarken Augen in Granny Smith-Grün sympathischerweise erst einmal zwischen den Büchern, wo sie stundenlang regungslos verharrte, mucksmäuschenstill die Szenerie beobachtete und ich so tat, als hätte ich nicht im geringsten die Ahnung, wo sie sich aufhalten könnte. Selbstredend. Zur Entspannung der allgemeinen Lage wählte ich entsprechende Musiken und stellte darob hoch erfreut fest, dass die Gute auf klassische Stücke so ähnlich reagiert wie ich.

Und während sie nun abwechselnd hoch oben AUF der bescheidenen Bibliothek thront oder in der neu entdeckten „Lieblingshöhle“ gleich unterhalb des Musik-Teewagens, wie auch meine Wenigkeit zwischen den bunt bestickten Zierkissen, und wir, verzaubert den Klängen des Klaviers lauschend, einander langsam annähern, spüre ich, wie sich ihre tiefsinnige Energie leise aber nachhaltig immer stärker in meinem Domizil verbreitet, ohne aufdringlich zu sein. Ganz Miss Marple eben.

 

Alles Gute von Wolke 7!

Lebensfreude

Schlumpfen für Anfänger

 

Photo: „Seelensport“, ND

Musik: Georges Bizet – Carmen / Ouverture;

Las Ketchup – The Ketchup Song (Asereje) / Original Spanish Version

 

Seit gut einem Monat jogge ich jeden Morgen (wirklich wahr!). Was den Effekt hat, dass ich jetzt einen geschwollenen Papa Schlumpf-Fuß habe, wie Quasimodo von dannen schreite und mir nahezu kein Schuh mehr passt. Herzallerliebsterweise schenkte mir Mamutschka fürsorglich ein Paar ultrabequeme Gesundheitsschlapfen mit jeder Menge Tupfen und Blümchen drauf, sowie schicker Sohle in Ketchup-Rot – welch Wohltat! Mon dieu, wie er mir fehlt, der Sport, wer hätte das gedacht? Zur Überbrückung der Zwangspause lerne ich ab sofort feuriges Spanisch. Und das geht so: Porque Te Vas von Jeanette oder El Mismo Sol von Álvaro Soler auflegen (das ist der Troubadour, dessen Musik gleich mehrere Generationen auf einen Streich begeistert und Schwester, Nichte und Nona (=Omi) ganz ohne Vorwarnung mitten auf der Straße beginnen, elegant-temperamentvoll das Tanzbein zu schwingen - so geschehen etwa letzten Sommer in Italien) und lautstark mitsingen, allein um ein Gefühl für die Sprache zu entwickeln. Schwierigkeitsgrad 2: Wer möchte (also ich), kann natürlich auch die zweite Singstimme dazu erfinden, gleichzeitig im Takt ausladend mit den Hüften schwingen, verführerisch mit den Knien schlackern und, hocherhobenen Hauptes aber gesenkten Blickes gen Süd-Ost, links über dem Kopf doppelt so schnell übermütig in die Hände klatschen. Lachen Sie nicht, das bringt das Blut in Wallung und den Luxuskörper rhythmisch ins schwitzen... entspricht also auch einer Form von Sport. Olé! Im Video des Álvaro Soler-Nachfolge-Songs Sofia fiel mir übrigens insbesondere diese wunderbar bunt behangene Wäscheleine auf ... ach ja und die schwungvolle gesprungene Drehung des Sängers samt lebensbejahendem „Wuuuouuwwwhhh“-Ausruf auf 2:59. In genau dieser Sekunde möchte man am liebsten gleich der kleinen Meerjungfrau romantisch auf dem Fels in der Brandung verweilen, dazu eisgekühlten Erdbeer-Frappé serviert bekommen, und wie wild Ziehharmonika spielen - während man den atemberaubenden Sonnenuntergang genießt und, quasi als „Grande Finale“, verzückt dem Ohrenschmaus Obsesion von Aventura lauscht. Ist das Glück?

 

Alles Gute von Wolke 7!

Literatur

Ein zauberhafter Traum

 

Photo: „Frühjahrsputz für die Frau von heute: Modell Prusseliese“, ND

Musik: Groove Armada – Superstylin’

 

Vor ziemlich genau sieben Jahren hatte ich einen seltsamen Traum:

Ich schweifte wie so oft in der Buchhandlung meines Vertrauens umher, als plötzlich ganz hinten im Eck in einem Regal mit Sachbüchern ein Buchcover meinen Namen flüsterte. Es war pastellrosa mit schneeweissen Buchstaben, die den Titel „A SPOONFUL OF SUGAR“ bildeten, was mich als alten Mary Poppins-Fan natürlich magisch in den Bann zog. Der über 1000 Seiten dicke Wälzer war ein sogenannter Ratgeber der anderen Art und bestand aus drei Büchern:

1. DIE ZAUBERHAFTE MUSIK-APOTHEKE. Von Liebeskummer bis Größenwahn – Musik für alle Lebenslagen.

2. DIE ZAUBERHAFTE KRÄUTER-KLINIK. Super-Heilkräfte aus der Natur für Körper, Geist und Seele.

3. DIE ZAUBERHAFTE MODE-THERAPIE. Wie zieht man welche Menschen an? Was trägt man bei Mutlosigkeit und was, wenn man nicht auffallen will? Welche Farben und Muster geben Kraft?

 

Frühjahr 2016. Wie so oft schweife ich in der Buchhandlung meines Vertrauens umher, als mein Blick überrascht aber hocherfreut auf einem Buchcover hängen bleibt: „Die Musik-Therapie – Songs und Stücke für Lebens- und Stimmungslagen aller Art“ von Pietro Leveratto. Mir fällt dieser Traum von damals ein. Später, in der Lyrik-Abteilung staune ich über „Die lyrische Hausapotheke von Doktor Erich Kästner“ (1936), und dann entdecke ich auch noch „Die Romantherapie – 253 Bücher für ein besseres Leben“ von Ella Berthoud und Susan Elderkin mit Traudl Bünger (vor ein paar Jahren erschienen). Da ich schon dabei bin, mache ich mich auch gleich auf die Suche nach dem Modebuch aus meinem Traum.

Zu meiner großen Verwunderung kann ich aber absolut nichts-nada-niente zum Thema „MODETHERAPIE“ finden. Auch die anschließende Internet-Recherche ergibt leider ein negatives Ergebnis. Ist das gar eine kleine LÜCKE auf dem Markt des geschriebenen Wortes?! Also gut. Sollte ich irgendwann die Zeit dazu finden, werde ich nebenbei auch noch den wohl seichtesten „Ratgeber mit Augenzwinkern“ der Welt schreiben: „DER KLEINE KLEIDER-THERAPEUT“ (klingt lustig, ist aber durchaus ernst gemeint!!!), mit modischen Empfehlungen der anderen Art. Mein „Ratgeber“ wird Fragen behandeln, warum der Mensch Spiegel braucht, welchen Stellenwert das Aussehen aktuell hat oder wieviel Eitelkeit gesund ist und empfiehlt etwa bei Depressionen Kleidung und Accessoires, die von der eigenen Garderobe komplett abweichen, respektive die man selten bis noch nie getragen hat, geschweige denn je anziehen würde in denen man anschließend zu Musik, die man sonst nicht hört, abrockt oder einen ausgedehnten Waldspaziergang macht. Damit übt man, die Dinge und sich selbst aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und sich wie ein anderer Mensch in einer neuen Umgebung zu fühlen (na ja, fast). Oder: Mode-Tipps bei Erkältung oder Phantasielosigkeit. Oder: Wie kleidet man sich, um NICHT auf die Bühne geholt zu werden und warum? Und: mit welchen Farben schminkt man sich „frisch“, welche machen „krank“? Brainstorming folgt...

 

Alles Gute von Wolke 7!

Experiment

Musenkuss am Nachmittag

 

Photo: „Reminiszenz (an was auch immer)“, ND

Musik: whatever

 

Dreizehn zutiefst oberflächliche Ein-Satz-Geschichten mit Nebenwirkungen, die nichts verraten und alles sagen

 

 

1. Als sie die Halle betrat, fiel die Hausordnung aus dem Rahmen.

 

2. Der Pudding zitterte um sein Leben.

 

3. Der König der Krustentiere zeichnete wie besessen, ohne Notiz von mir zu nehmen.

 

4. Nachdem sie gegangen waren, wurde die Birne violett und dem Croissant wurde ebenfalls ganz schlecht.

 

5. Zwischen den Büchern herrschte peinliches Schweigen.

 

6. Der transparente Ohrensessel stand da ohne anwesend zu sein.

 

7. Es war Poesie auf den ersten Buchstaben.

 

8. Vergeblich spielte der Wind mit ihrem Haar, das klebte wie blassblaue Zuckerwatte.

 

9. Der Plastikregenschirm wartete gespannt, und fragte sich, ob er Saphir je wieder sehen würde.

 

10. Dankbar badete er in Tränenströmen der unendlichen Erleichterung, nicht ohne vorher seine Schuhe ausgezogen zu haben.

 

11. Als sie aufsah und sich ihre Blicke mit der Dynamik zweier Kugelblitze trafen, wusste sie Bescheid.

 

12. Sie waren geboren um zu sein.

 

13. Bei längerer Betrachtung veränderte die Bronzefigur ihren Gesichtsausdruck.